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Mit Freude Mutter-sein/Vater-sein – Teil I

on Jul 23 in Blog posted by

Zum Mutter-sein/Vater-sein braucht man nicht viel Geld, das was man wirklich braucht, was man sich wirklich wünscht, kann man nicht kaufen.

Ein Weihnachtsbrief, den eine Mutter von 3 Kindern verschickte, lautete:
„Momente des Glücks:
Wenn die Kinder von der Schule nachhause kommen und rufen „Hallo Mutti“
Wenn ich meinen Kopf in die große Hand ihres Mannes lege,
Wenn ein Kind einen Einser in der Schule bekommen hat,
Wenn wir gemeinsam im Frühling die ersten Krokusse finden und uns darüber freuen
Wenn wir im Herbst die ersten bunten Blätter gemeinsam bewundern…
All das sind Momente des Glücks, an denen wir vorbeirasen, weil wir das große Glück suchen und nicht bemerken, dass wir dauernd dabei vorbeilaufen.“

Anderssein ist reizvoll: „Es war doch gut, warum ging es schief“
Wenn man sich als Paar kennenlernt, ist oft der Hauptreiz beim Flirten das Anderssein, das man beim anderen bewundert und dieses Anderssein ist oft dann später der Hauptgrund für Trennungen, Scheidungen und Streit. Es wird plötzlich zum „Meines ist besser, Deines ist schlechter“ und diese Schaukel führt dann zur Unerträglichkeit.
Ein Beispiel: Sie ist gerne zuhause, genießt, liest gerne, richtet gerne alles schön her und er will gerne Neues entdecken, in die Natur gehen, Freunde treffen. Anfangs ist jeder von der Welt des anderen fasziniert, später nervt genau dieses Anderssein. „Du bewegst dich nicht, sitzt nur herum“, „Du musst immer herum rasen und kannst nie Ruhe geben“ Durch dieses Hick-Hack geht bald jeder Reiz am anderen verloren und große Hilflosigkeit und Verzweiflung breitet sich aus. Es scheint so, dass jedes Bemühen alles nur noch vertieft.

Wir lernen alles, nur nicht Beziehung und Kindererziehung
Wir stecken uns bei der Hochzeit einen Ring an und sind von diesem Moment an Spezialist für Beziehung.
Wir können lernen uns wieder zu entdecken und die Schönheiten, Fähigkeiten bei den anderen wieder zu lieben und als Bereicherung annehmen, wie in der ersten Flirtzeit. Schmetterlinge im Bauch werden wieder wach, (egal ob Single oder verheiratet) das Vater/Mutter-sein macht wieder Spaß und die Kinder bekommen ein zuhause, wo jeder gerne hingeht.

Jeder hat was ganz Besonderes
Es geht nicht mehr um besser/schlechter, sondern wir entdecken, was andere können. Wir entdecken, dass innerhalb der Familie Platz für diese unterschiedlichen Fähigkeiten sein kann und diese unterschiedlichen Fähigkeiten geschätzt werden. Es liegt dann die Aufmerksamkeit auf all den Dingen, die die anderen „gut können“ und das ständige Suchen nach Fehlern wird automatisch weniger.

Wir können von den Kindern lernen
Und wir können ihnen helfen, ihr ganz Besonders zu finden und dies zum Blühen zu bringen.
Egal im welchem Alter ihre Kinder sind, ob es das erste Neugeborene ist oder ob schon Geschwister da sind, mit denen sie gemeinsam das Neugeborene – das neue Wunder – annehmen oder ob die Kinder bereits Teenager sind und die Eltern als peinlich empfinden: Wir können als Eltern immer noch von den Kindern lernen, wenn wir ihnen zuhören und gelernt haben, einen klaren Rahmen zu setzten, in dem sie sich frei entfalten können.

„Nein“ sagen und einen sicheren Rahmen geben
Manchmal ärgern wir uns als Eltern, wenn die Kinder permanent testen und verbotene Dinge tun, wenn sie ein „Nein“ einfach nicht als ein „Nein“ nehmen. Sie testen die Eltern permanent. Sie wollen den Eltern dadurch auf ihre Art beibringen, sicher zu stehen und ihnen, den Kindern, einen Rückhalt zu geben, an dem sie sich anlehnen können. Ist ein sicherer Rahmen für die Kinder da, finden sie den eigenen, richtigen Platz zum Blühen.



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