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Mit Freude Mutter-sein/Vater-sein – Teil II

on Jul 30 in Blog posted , , , , , by

Jede Pflanze hat nur einen Wunsch: Ihren Samen zum Blühen zu bringen – ihre innere Resonanz/Sonne zu leben. Eine Margerite will zum Beispiel nur eine Margerite sein und nicht immer wieder versuchen eine Glockenblume zu werden. Jede Pflanze hat eine eigene innere Resonanz.

Für Eltern bedeutet das Folgendes: Sie sind vergleichbar mit einem guten Bauern, der weiß, dass jede Pflanze nur an einem bestimmten Platz wachsen und sich entfalten kann. Und wenn eine Pflanze nicht gedeiht, muss er den richtigen Platz für sie finden, wo die Bedingungen für die Pflanze richtig sind, wo vielleicht mehr Wasser, mehr Sonne oder mehr Schatten vorhanden ist. All das findet er durch genaues Beobachten heraus. Wenn der richtige Platz gefunden ist, weiß der gute Bauer, dass er zum Beispiel Obstbäume richtig beschneiden muss, damit sie sich in ihrer Eigenart entfalten können und nicht zu wuchern beginnen. Macht er das nicht, werden sie wuchern, die Erträge, die ursprüngliche Schönheit und das ursprüngliche Ziel des Baumes gehen auf ein Minimum zurück.

Dieselbe Aufgabe haben Eltern. Sie setzen den Kindern einen Rahmen, sodass diese ihren Platz finden und sich in ihrer Unterschiedlichkeit entfalten können. Vergleichbar ist dies mit einer Blumenwiese, die besonders prachtvoll ist, wenn viele verschiedene Blumen nebeneinander blühen können.

Eltern können ihren Kindern helfen, mit der gleichen Bestimmtheit und Klarheit das sein zu wollen was sie sind. Haben die Kinder diese innere Klarheit, können sie sich später als Teenager abgrenzen, egal ob es um Drogen geht, um Aggressionen, um Mobbing usw. Kinder, die auf diese Art innerlich stark sind, finden ihren Weg, sind tolerant, wenn Eltern oder Lehrer manchmal einen schlechten Tag haben, haben stabile Freundschaften, können mit Veränderungen in der Schule und zuhause gut umgehen, und freuen sich auf eine Zukunft, die sie selbst gestalten können.

„Eltern sein“ ist lernbar
Folgende Entscheidungen sind dazu notwendig: Die Bereitschaft mutig zu sein und Zeit zu investieren für die tiefe innere Sehnsucht, Intensität mit jenen Personen leben zu wollen, die uns am wichtigsten sind. Die Bereitschaft gemeinsam mit dem/der PartnerIn ein Nest zu gestalten, in das jeder gerne nachhause kommt, wo Platz für Gefühle und Kommunikation, für eigene Wünsche und Bedürfnisse ist, wie z.B. Freude, Miteinander, Sorgen, Trauer, Ärger. In diesem Nest ist Platz, dass die Kinder ihren Rahmen finden und ihre Talente entwickeln können und herausfinden, wie sie später erfolgreich ihr Berufs- und Privatleben leben wollen.

Alte Familienstrukturen versöhnen und neue finden
Damit das möglich ist, ist es notwendig, dass beide Eltern sich die eigenen Familiensysteme ihrer Eltern bewusst machen, dass sie die Eltern in ihren Systemen lassen können, ohne schlecht machen zu müssen und ihre eigenen neu definieren lernen. Gleichzeitig finden die Eltern heraus, wie schnell sie in kritischen Situationen die Verhaltensweisen ihrer Eltern wiederholen. Meist werden über viele Generationen immer wieder gleiche Verhaltensweisen und gleiche Werte gelebt. Obwohl viele das Gegenteil wollen, wiederholen sie dasselbe ihrer Eltern.

Die Hypothese der Resonanzmethode ist folgende:
Alle Eltern lieben ihre Kinder und alle Kinder lieben ihre Eltern.
Das heißt, niemand wird die eigene Familie im Stich lassen, wenn es jemanden schlecht geht. Jeder wird mithelfen, auch wenn danach wieder gestritten wird. Das heißt aber auch, dass wir uns niemals von unseren Generationen, von unserer Ursprungsfamilie, trennen. Mit Hilfe der Resonanzmethode ist es möglich, auf ganz neue Art nachhause in die Großfamilie/Verwandtschaft zu finden. Das kann nur passieren wenn ein Prozess von Versöhnen, ein Definieren von eigenen Werten und Regeln, stattgefunden hat.

Eltern bekommen in unseren nlp-Resonanz®-Ausbildungen viele praktische Möglichkeiten zur Hand, wie sie selbst immer wieder Zugang zu ihrer inneren Sonne finden können und wie sie unterstützend eingreifen können und ihrem/ihrer PartnerIn und Kindern deren eigene Sonne immer wieder zum Leben erwecken, wenn der Zugang dazu verschwunden ist. Gleichzeitig bekommen die Eltern Möglichkeiten zur Hand, wie sie den Kindern bei Ängsten, Aggressionen und Alpträumen helfen können. Haben die Eltern und ihre Kinder all das gelernt und leben sie in ihrer Resonanz, dann sind sie selbständig und haben Freude an ihren persönlichen Bestleistungen, sie sind gerne mit anderen und können mit Zuversicht und Vertrauen in die Zukunft gehen.

Rituale
Ist dieser Rahmen gesetzt, können gemeinsame Rituale für das Zusammenleben in der Familie gefunden werden, die diesen Rahmen unterstützen und weiterentwickeln. Beispiele dafür sind: Positives Feedback, die schönen Dinge bei sich und anderen entdecken, in der Früh und am Abend sich gegenseitig Schönes sagen und beim gemeinsamen Essen zum Beispiel nur den Kindern zuhören. Die Eltern können ihre Themen später besprechen. Die Liste geht endlos weiter und die Eltern können sich in den Ausbildungsgruppen gegenseitig bereichern.

Eltern zeigen den Kindern die Schönheiten dieser Erde und lassen die Kinder an all dem teilhaben, was sie selbst begeistert. Sie leben ihre speziellen Hobbies und Wünsche mit den Kindern, ob das nun tägliche Arbeiten im Haushalt sind oder die Freude, gemeinsam das „Nest“ zu verbessern oder ob es Sport und Musik ist oder Lesen, Basteln, Wandern, Spielen, Entdecken oder gemeinsam Filme anschauen. Dadurch bekommt das Kind eine Vielfalt von Möglichkeiten mit und lernt, dass jeder mit unterschiedlichen Aktivitäten Freude haben kann und manchmal alle gemeinsam etwas unternehmen wollen. Die Familie ist wie ein „Nest“, in dem sich alle wohlfühlen und sich entfalten können.


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